Rote Wand über Fürkele / Rote Furka

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Marul (etwas oberhalb direkt bei der Kirche startet der Wanderbus zur Laguzalpe)
Etappen Rundweg: Laguzalpe - Klesenza-Alpe - Spitzegga - Fürkele - Rote Furka - Laguzalpe
Dauer: 6 Stunden
Höhenunterschied: +/- 900 m
Schwierigkeitsgrad: T3 - schwer
Wegbeschaffenheit: Waldweg, Felsen
Kinderwagengeeignet: nein
Hinweis: Fahrplan Wanderbus Marul - beachten
Aufnahmen und Video: September 2016

Beschreibung:

Die Rote Wand ist mit 2.704 m der zweithöchte Gipfel im Lechquellengebirge. Sie überragt in ihrem Umkreis alle Berge und fällt auf durch ihren markanten, wuchtigen Gipfelaufbau auf. Die heutige Roundtour geht in 6 Stunden bei ca. 900 Höhenmeter auf der Nordwestseite der Roten Wand entlang. Meilensteine: Laguzalpe - Klesenza-Alpe - Spitzegga - Fürkele - Rote Furka - Laguzalpe

Wir fahren mit dem Wanderbus von Marul zur Laguzalpe (1.584 m). Von hier aus wandern wir erst bergauf und dann bergab zur Klesenza-Alpe in das Große Walsertal. Bei der Klesenza-Alpe unten im Tal angekommen, halten wir uns rechts und in Richtung Spitzegga (30 Min) und Fürkele (Gipfel Rote Wand / Laguzalpe). Von nun an geht es nur noch hinauf. Zuerst erreichen wir die Spitzegga - eine Art 6-fach Reihenhaus für Kühe. Oberhalb des Hüttensextetts nach ca. 30 m direkt bergauf zweigt rechts der Steig zur Roten Wand ab.

Danach geht es weiter steil hinauf vorbei an einem Bach und Wasserfall. Ab jetzt führt das teilweise undeutliche Steiglein steil den Hang nach oben, wechselt bei einem großen Felsbrocken über den Schmelzwasserbach nach links auf einen grasigen Rücken. Dort im Zickzack weiter Bergauf 2x das Bächlein überquerend bis zu einer felsigen Steilstufe, diese wird in einer schmalen Rinne (I+) überklettert. Noch ein paar grasige Kehren bergauf. Hinter einem riesen Felsblock wechselt die Landschaft ihr Gesicht. Man befindet sich im NW-seitigen Lawinenkar der Roten Wand, das direkt von der Gipfelwand herabreicht.

Auf undeutlichen Wegspuren über Schotter und loses Geröll, später über Lawinenreste gerade aus den Berg nach oben auf einen Felsstufe mit Lawinenkegel und Wasserfall zuhalten. Fast ganz oben trifft man auf die Trittspuren, die vom Fürkele (Aufstiegsvariante von der Freiburger Hütte oder Laguzalpe) herüberführen. Der Weg gabelt sich nun - nach links geht es in 1,5 Stunden über einen ungesicherten Steig hinauf auf den Gipfel zur Roten Wand. Diesen nehmen wir nicht uns halten uns rechts in Richtung Laguzalpe (1,75 h).

Am Fürkele wechselt sich die Berseite und wir erreichen den höchsten Punkt unserer Tour auf 2.300 m. Der Ausblick von hier aus ist grandios. Nun geht es wieder hinab und wir staunen nicht schlecht, als wir unzählige Gämse und Steinböcke über uns sehen, die locker und leicht unterhalb des Gipfels herumlaufen. Apropos Steinböcke - die berühmten Steinböcke in der Cingino-Staumauer gibt es hier: https://www.wanderspatz.com/italien/l...

An der Weggabelung hinunter zur Laguzalpe machen wir noch einen kleinen Abstecher weiter in Richtung Rote Furka. In diesem Joch ergeben sich wiederum neue traumhafte Perspektiven auf die Südwand und weitere umliegende Berge. Der Formarinsee lässt sich zwar erahnen, ist allerdings nicht zu sehen. Wir kehren wieder um zurück zur Weggabelung und nehmen den steilen Weg hinunter in Richtung Laguzalpe.

Als es nach dem Abstieg endlich wieder flacher wird, staunen wir nicht schlecht, als wir einen Bloody Mary - See entdecken. Der See ist zwar klein, aber dafür feuerrot. Sehr beeindruckend - auch tummeln sich an der Stelle einige Murmeltiere, die eifrig pfeifen. Nach 6 Stunden erreichen wir die Laguzalpe und fahren mit dem Wanderbus zurück nach Marul.

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