Zugspitze über das Gatterl

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Ehrwalder Almbahn
Dauer: 8 Stunden
Höhenunterschied: +/- 1.400 m
Schwierigkeitsgrad: T3 - schwer
Wegbeschaffenheit: Steine, Felsen
Kinderwagengeeignet: nein
Hinweis: Das Gatterl-Ticket gibt es aktuell für 38 EUR bei der Tiroler Almbahn in Ehrwald, dafür gibt es eine Fahrt zur Bergstation Ehrwalder Almbahn, eine Fahrt mit der Gletscherbahn auf die Zugspitze und eine Talfahrt von der Zugspitze mit der Tiroler Zugspitzbahn + Bustransfer zurück zur Talstation Ehrwalder Almbahn
Aufnahmen und Video: Juli 2018

Beschreibung:

Wir sind pünktlich um 8.30 Uhr in Österreich an der Talstation der Ehrwalder Almbahn und kaufen das Gatterl-Ticket für 38 EUR. Darin enthalten ist zuerst eine Fahrt bis zur Bergstation auf 1.500 m. Von hier aus ist die Zugspitze mit 6 h angeschrieben und wir starten die Wanderung bei herrlichem Sonnenschein.

 

Zuerst geht es vorbei an der Mieminger Gruppe über die Hochfelderalm (1.732 m) bis zum Brandjoch (2.120). Der Weg zieht sich unterhalb der Zugspitze entlang immer leicht ansteigend und immer wieder treffen wir Kühe, die sich das Gras in der Höhe schmecken lassen. Am Brandjoch angekommen ergeben sich weitere traumhafte Panoramen in die umliegende Bergwelt.

 

Nach einer kurzen Pause geht es abwärts und einige der gewonnenen Höhenmeter werden wieder zunichte gemacht. Der Weg geht über Steinfelder bis zum Feldern Joch (2.041 m). Von hier aus ist das Gatterl mit 15 Minuten und die Zugspitze mit 4 h angeschrieben. Es liegt also noch einiges vor uns ...

 

Vor dem Gatterl kommt die schwierigste Stelle beim Aufstieg. Es geht steil durch einen kleinen Kamin hinauf, der aber mit einem Seil gesichert ist. Oben angekommen sehen wir das Gatterl. Das Gatterl ist ein Eisentor auf der Grenze von Österreich und Deutschland. Von hier aus sieht man zum ersten Mal das beeindruckende Zuspitzmassiv mit einem Meer von Steinen und die Bergstation auf dem höchsten Punkt der Zugspitze. Das Zugspitzmassiv umfasst weitere Gipfel wie Zugspitzeck, Schneefernerkopf, Wetterspitzen, Wetterwandereck, Plattspitzen, Gatterlköpfen, Hochwanner und Alpspitze mit dem Jubiläumsgrat.

 

Nun queren wir die gesamte steinerne Mondlandschaft und erreichen nach knapp 45 Minuten vom Gatterl die Knorrhütte (2.052 m). Hier sind viele Ziegen und Schafe und man kann auch auf der bewirtschafteten Hütte einkehren. Die Knorrhütte ist die letzte Hütte vor dem Gipfel und von hier aus geht es immer aufwärts Richtung Gletscherbahn. Einige Wanderer kommen und abwärts entgegen, die an den steilerern Stellen teilweise probleme mit der Standfestigkeit auf deem schotterigen Weg haben. Man kommt da sehr schnell ins Rutschen, wenn es abwärts geht, aber wir laufen ja hochwärts und haben keine Probleme.

 

Heute ist der 31. Juli und es wird der heißeste Tag des Jahres werden. Immer wieder sehen wir Ziegen und Schafe, die ebenfalls froh sind in der großen Höhe der Hitze etwas aus dem Weg gehen zu können. Kurios ist auch ein Kreis von Schafen, die ohne Regung dastehen. Überall sind Köpfe zu sehen - auch unten am Boden und man weiß nicht sorecht, zu welchem Schaf welcher Kopf gehört. Kurz vor der Gletscherbahn stapfen wir sogar noch durch den Schnee und blicken dann hinauf zum Gipfel der Zugspitze.

 

Das Gatterl-Ticket beinhaltet eine Fahrt hinauf zum Zugspitz-Gipfel und wir überlegen, ob wir noch genügend Körner haben, um den steilen Endaufstieg zur Bergstation zu wagen. Wir entscheiden uns für die bequeme Variante und nehmen die Seilbahn hinauf uns sehen bereits an der Talstation (2.576 m) der Gletscherbahn die massen an Touristen. Oben auf dem Zugspitz-Gipfel (2.962 m) ist natürlich noch mehr los und mit der Ruhe ist es erst einmal vorbei. Wir gehen noch ganz hinauf auf den Gipfel, der schon gut besucht ist. Hier muss man über eine Leiter hinaufklettern und schon ist das Gipfelkreuz errreicht. 1820 fand die Erstbesteigung statt und seit 1851 steht das Gipfelkreuz auf der Zugspitze.

 

Die letzte Talfahrt nach Ehrwald mit der Tiroler Zugspitzbahn ist um 16.40 Uhr und wir kosten die noch übrigen Minuten oben sehr lange aus. Die Aussicht in alle Richtungen mit Höllentalklamm, Reintal, Eibsee und vielen, vielen Gipfeln ist überwältigend. Unten angekommen verpassen wir den Bus und der nächste und letzte Bus fährt um 17.05 Uhr von der Talstation der Tiroler Zuspitzbahn bis zur Talstation der Ehrwalder Almbahn. Wir beschließen nicht 30 Minuten zu warten und laufen das letzte Stück, was sich als Fehler herausstellte, denn wir haben über 60 Minuten für die Strecke benötigt. Als Fehler stellte es sich deshalb heraus, weil es heute am heißesten Tag des Jahres unten in Ehrwald natürlich brütend heiß war. Aber insgesamt eine traumhafte Tour auf den Top of Germany!

 

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