Affenberg Salem - Pfahlbauten Unteruhldingen

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Affenberg Salem (Mendlishausen)
Dauer: 3 Stunden (ohne Besichtigung Affenberg und Pfahlbauten)
Höhenunterschied: +/- 100 m
Schwierigkeitsgrad: T1 - leicht
Wegbeschaffenheit: Wald- und Seeweg
Kinderwagengeeignet: ja
Kids Blogbuch: http://www.wanderspatz.com/kids-blogbuch/
Aufnahmen und Video: März 2016

Beschreibung:

Kindgerechte Zusammenfassung im Kidsblog:

 

Wir parken beim Affenberg in Salem und besuchen zuerst die kleinen Berberaffen im schönen Park. Am Eingang erhalten wir Popcorn, das wir den Affen geben. Sehr niedlich sind die kleinesten Bewohner - der jüngste ist gerade ein Jahr. Nach einem Spaziergang durch den Park vorbei an einem See und einigen Rehen, bewundern wir noch kurz die zahlreichen Störche, die sich im Gelände niedergelassen haben und verweilen noch kurz am Spielplatz neben dem Biergarten.

 

Vom Affenberg starten wir auf dem Prälatenweg in Richtung Unteruhldingen. Bis zum Kloster Birnau sind es ca. 3 km und bis zu den Pfahlbauten nach Unteruhldingen ca. 6 km. Anfangs hören wir noch das Klappern der Störche, bis der Weg in einen Wald mündet. Im Wald geht es über sanfte Hügel vorbei an einem kleinen See bis zum Kloster Birnau direkt am Bodensee. Hier wechselt das Bild von Bäumen hin zum Obstanbau schlagartig.

 

Flach geht es am Bodenseeufer weiter bis nach Unteruhldingen. Wir besichtigen die beeindruckenden Pfahlbauten mit den Rekonstruktionen aus der Stein- und Bronzezeit. Die Sonderausstellung „Das Erbe der Pfahlbauer“ präsentiert über 1000 Originalfunde aus den Erbestätten am Bodensee. In den Ferienzeiten ist der Steinzeitparcours für Besucher zum Mitmachen geöffnet. Hunde sind im Museum erlaubt. Direkt neben dem Museum befindet sich das kostenfreie Strandbad mit Kinderspielplatz.

 

Nach ca. 12 km und 4 Stunden sind wir wieder zurück am Parkplatz am Affenberg (netto ohne Besichtigung ist es in 3 Stunden zu schaffen). Die Tour kann natürlich auch umgekehrt gemacht werden. Ein herrliches Erlebnis für die ganze Familie.

 

Hintergrundinformationen Berberaffen:

Die Heimat der Berberaffen ist Marokko, Gibraltar und Algerien. Dort leben sie auch in Gebirgsregionen bis in Höhen von 2000 Metern. Die klimatischen Bedingungen sind sehr ähnlich, so dass sich die Berberaffen beim Affenberg in Salem richtig wohl fühlen und das ganze Jahr über im Freien leben können. Sie sind vor allem dafür bekannt, dass sie außer dem Menschen die einzige freilebende Primatenart Europas sind

 

Berberaffen sind Allesfresser, die Früchte, Blätter, Kräuter, Knospen und Wurzeln, aber auch gelegentlich Insekten, Spinnen oder auch Skorpione zu sich nehmen. In den kühleren Wintermonaten bilden Rinde und Baumnadeln einen wichtigen Nahrungsbestandteil. Sie leben wie alle Makaken in Gruppen, deren Größe variabel ist, die übliche Größe beläuft sich auf 12 bis 60 Tiere. Die männlichen Berberaffen kümmern sich um den Nachwuchs, pflegen deren Fell, tragen diese herum und spielen mit ihnen ohne zu wissen, ob sie der Vater sind. Kein Wunder, denn die Weibchen paaren sich mit allen Affen (vorwiegend aber mit den höhergestellten Männchen), so dass es stets ihr eigener Nachwuchs sein könnte.

 

Berberaffen sind stark gefährdet und stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten (IUCN). Die Tiere vom Affenberg bilden somit auch einen wertvollen Reservebestand. Im Jahr 1986 konnte eine ganze Gruppe wieder ins Freiland in Nordafrika ausgesiedelt werden.

 

Hintergrundinformationen Pfahlbauten Unteruhldingen:

Ist ein archäologisches Freilichtmuseum mit angeschlossenem Museumsbau, das archäologische Funde und Nachbauten von Pfahldörfern aus der Stein- und Bronzezeit präsentiert. Auf 400 Quadratmetern Fläche wurde versucht, ein Abbild eines Bronzezeitdorfs von vor rund 3.000 Jahren mit ursprünglich rund 80 Häusern zu schaffen. 27 Figuren mit ihrer prähistorischen Ausrüstung sind Zeugnis reger Handelsbeziehungen bis in die Salz- und Kupferbergwerke der Alpen und weiter nach Italien. Derzeit werden 23 Pfahlbauten umfasst.

 

Dem Museum ist ein wissenschaftliches Forschungsinstitut angeschlossen. Mit jährlich bis zu 300.000 Besuchern, darunter mehr als 100.000 Schülern zählt es zu den größten und bestbesuchten Freilichtmuseen Europas. Bereits 1922, dem Entstehungsjahr, zählte es 6.000 Besucher. Von 1922 bis 2013 haben über 13 Millionen Besucher die Pfahlbauhäuser besucht.

 

Im Juni 2011 wurden die Überreste zahlreicher historischer Pfahlbausiedlungen, darunter auch das etwa 500 Meter südlich des Museums gelegene Pfahlbaufeld Unteruhldingen-Stollenwiesen, auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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