Titisee - Rundwanderung

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Titisee Bahnhof (kostenpflichtig)
Dauer: 1,5 Stunden
Länge: 6 km
Höhenunterschied: +/- 0 m
Schwierigkeitsgrad: T1 - leicht
Wegbeschaffenheit: Waldweg, Asphalt
Kinderwagengeeignet: ja
Aufnahmen und Video: März 2016

Beschreibung:

Der frühe Vogel fängt den Wurm und erhält einen eisigen Titisee mit Schneelandschaft im Sonnenaufgang. Das wurde in die Tat umgesetzt und um 6.30 Uhr war alles da, nur leider kein Sonnenaufgang (Hochnebel sei Dank). Dennoch ist der See sehr faszinierend und strahlt in den frühen Morgenstunden viel Einsamkeit und Ruhe aus.

 

Wir laufen vom Bahnhof hinunter zum See und starten am Ostufer mit der Umrundung. Diese Seite ist sehr schön und verläuft auf einem Waldweg, der immer wieder schöne Einblicke auf den See ermöglicht. Am Ende angelangt befindet sich ein Campingplatz und das Wasser ist hier noch gefroren. Das Eis bewegt sich mit dem Wasser und knackt immer wieder. Der Titisee braucht sehr lange, bis er im Winter gefriert. Dies liegt an den Winden, welche die Wasseroberfläche fast immer in Bewegung halten. Damit die Eisdecke zum Betreten freigegeben wird, muss die Dicke des Eises mindestens 16 cm betragen. Es werden nur bestimmte abgegrenzte Bereiche des Sees freigegeben, nie jedoch der ganze See.

 

Nun geht es vorbei am "Museum für alte Landtechnik", das im original Schwarzwald-Style hervorsticht am Westufer zurück zum Ausgangspunkt "Titisee-Ort". Leider verläuft dieser Teil auf einem Bürgersteig entlang einer vielbefahrenen Straße. Als interessante - wenn auch anstrengendere - Alternative bietet sich an, den Rundweg am Südende des Sees zu verlassen und über das Hotel St. Florian zum Westweg aufzusteigen. Es geht zwar wirklich steil bergauf, man wird aber am Ende der ersten oberhalb des Hotels gelegenen Kuhweide mit einer schönen Aussicht belohnt. Von dort geht es dann weniger steil zum Westweg, der am Steinkreuz erreicht wird und dem man fast eben durch den Wald in Richtung Titisee-Ort folgt.

 

Daten Titisee:

Er bedeckt eine Fläche von 1,3 km² und ist durchschnittlich 20 Meter tief. Seine Entstehung verdankt er dem Feldberggletscher, dessen im Pleistozän gebildete Moränen heute seine Ufer begrenzen. Gespeist wird er von dem Feldsee durchfließenden Seebach, der am Seebuck am Osthang des Feldberg-Massivs entspringt. Im nährstoffarmen Titisee finden sich große Raubfische (Zander, Seeforellen und ein großer Bestand an Hechten), Schwarmfische (Felchen, Rotaugen und Barsche) sowie Karpfen, Döbel und Schleien in flachen Bereichen. Diese Artenvielfalt wird durch Bachforellen, Saiblinge und Regenbogenforellen in den Mündungsbereichen der Bäche und durch Aale und Quappen (Trüsche) am Grund ergänzt.

 

Namensherkunft:

Im Alemannischen Dialekt heißt Teti Kindlein oder Kleinkind. Ein Tetisee oder Titisee wäre dann ein See, aus dem nach der lokalen Sage die kleinen Kinder stammen, so wie andernorts erzählt wird, dass der Klapperstorch die Kinder bringen würde. Nach einer anderen Theorie soll der römische Feldherr Titus in der Gegend am Titisee gelagert haben. Dabei scheint ihm der See derart gefallen zu haben, dass er ihm seinen Namen gab. Dies ist auch der Grund, warum heute der grobe Nachbau einer römischen Galeere auf dem Titisee verkehrt.

 

Sage: Der Titisee gilt der Sage nach als Gewässer von unermesslicher und unmerkbarer Tiefe. Beim Versuch des Ausmessens ertönt aus der Tiefe (je nach Quelle) eine Stimme „Ergründest Du mich, so ersäufe ich Dich.“, „Willst Du mich messen, so will ich Dich fressen.“ oder „Missest du mich, So verschling ich dich!“

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