Lago di Cingino (Steinböcke auf Staumauer)

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Lago di Antrona
Dauer: 7 h
Höhenunterschied: +/- 1.200 m
Schwierigkeitsgrad: T3 - schwer
Wegbeschaffenheit: Waldweg, Felsen
Kinderwagengeeignet: nein
Aufnahmen und Video: September 2016

Beschreibung:

Die Cingino-Staumauer ist eine Bruchstein-Staumauer, die etwa sieben Kilometer südwestlich von Antrona Schieranco in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola im Piemont, Italien, steht und den Lago Cingino (oder Cingino-Stausee) aufstaut, der von den Flüssen Antigine und Troncone gefüllt wird. Die Staumauer wurde zur Sensation im Internet wegen der Bilder von Steinböcken (Capra ibex), die an der steilen Mauer herumklettern, um Salz von den Steinen zu lecken.

 

Vom Parkplatz am Lago di Antrona wandern wir erst am See entlang und dann hinauf zum Campliccioli-Stausee. Hier genießen wir kurz das herrliche Bergpanorama und halten uns links auf einem Fahrweg aufwärts bis zur Talstation einer ENEL-Werksseilbahn. Dort rechts auf den Gleisen einer Feldbahn, die den ostseitigen Wanderweg entlang des Stausees darstellen. Schon dieser verkehrshistorisch interessante Abschnitt mit kurzen Tunnels und Brücken ist reizvoll. Am Ende der Bahnstrecke noch eine (aufgelassene) Seilbahnstation. Der Weg führt dann so weiter, dass kurz hinter dem oberen Ende des Stausees der Bach Torrente Troncone gequert wird. Über einen Pfad steigt man aufwärts und erreicht bald den auf der Westseite des Stausees verlaufenden Hauptwanderweg, beschildert in Richtung Cingino nach links weiter aufwärts.

 

Dieser Weg zieht sich nun länger wechselnd stark steigend ins obere Valle d'Antrona hinein, oft über felsige Stellen.
Auf etwa 1.650 Hm geht es rechts weiter ziemlich steil aufwärts zur Alpe Saler, alles ordentlich beschildert und markiert. Dann wird wieder etwas mehr gequert ins Cingino-Seitental hinein. Nach Passage des Bachs geht es auch durch eine Blockhalde steil aufwärts.

 

Schließlich wird nach etwa 4 Stunden reiner Gehzeit der Staudamm des Lage di Cingino erreicht. Ein Empfangskomitee von mehreren Schafen begrüßte uns freudig und ein Schaf hat sogar an meiner Hose geknabbert. Auf dem Weg zur Staumauer hat uns die ganze Schaf-Karawane bimmelnd begleitet. Wir hatten Glück - es waren auch insgesamt 17 Steinböcke, -geißen und -kitze dort, die Salz am Mauerwerk der Staumauer lecken und dazu auf der nach oben immer steiler werdenden fast senkrechten Mauer herumturnen. Die "stambecchi acrobati" sind durchaus schon in Presse und Fernsehen bekannt geworden. Es soll einzigartig sein, dass sie so auf einer Staumauer herumklettern. An Besuch sind sie offenbar schon gewöhnt und wissen sicher auch, dass ihnen auf die Mauer keiner hinterhersteigen kann. Aber ungefähr 6 m Entfernung tolerieren sie schon.  Hier gab es natürlich einen längeren Beobachtungs- und Fotoaufenthalt.

 

Eigentlich wollten wir durch den Tunnel Cingino-Camposecco via Tunneldurchquerung zum Camposecco-Stausee weiter wandern und von dort aus zum Lago di Campliccioli und weiter zum Lago di Antrona hinter steigen. Die Wanderung durch den Tunnel dauert ca. 40 Minuten, doch leider war die Zeit zu sehr fortgeschritten und wir sind auf demselben Weg zurückgegangen, wie wir hochgestiegen sind. Nach ca. 7 Stunden und 1.200 Höhenmeter waren wir wieder zurück am Parkplatz am Lago di Antrona.

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