Hündlekopf - Buchenegger Wasserfälle

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Hündlebahn / Hündlekopf
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: +/- 300 m
Schwierigkeitsgrad: T2 - leicht
Wegbeschaffenheit: Waldweg, Asphalt
Kinderwagengeeignet: nein
Hinweis: Strecke kann verlängert werden, wenn man nicht die Hündlebahn nimmt
Aufnahmen und Video: Juni 2014

Beschreibung:

Die Wanderung ist bei Familien beliebt und mit der nötigen Vorsicht auch mit kleinen Kindern ab etwa fünf Jahren machbar.

Startpunkt: Parkplatz Hündlebahn

 

Wir fahren mit der Bahn hoch auf den Hündlekopf (Alternative zu Fuß ca. 35 Min). Die Hündlebahn ist neu gebaut, seit der Wintersaison 2012/2013 in Betrieb.

 

Oben angekommen geht es immer bergab zur Sennalpe Oberhündle: Dort gibt es frische Butter und Bergkäse zu kaufen. Weiter geht es bis zu einem Waldstück. Eine große Besonderheit ist der Naturwald, der sich selbst überlassen ist und ohne forstwirtschaftliche Nutzung ist. Unten angekommen bewundern wir den Wasserfall und die Landschaft. Am Schluss macht ein tapferer Klippenspringer eine Mutprobe und springt todesmutig von den Felsen. Gumpenjucken vom Feinsten. Die höchste Absprungstelle liegt gut 30 Meter über dem Wasser. Durch den schwankenden Wasserstand und das zunehmende Verkiesen des unteren Beckens sind Sprünge dort stets mit Risiken verbunden.

 

Die Buchenegger Wasserfälle gehören zu den großen Naturschauspielen des Allgäus. Über zwei naheliegende Felsstufen stürzen die Wassermassen der Weißach in die Tiefe. Der gut zugängliche untere Wasserfall ist 18 m hoch. Die Felsstufen sind allesamt aus Nagelfluh aufgebaut, dem typischen Gestein des Naturparks.

 

Auf der Kiesbank, direkt unterhalb der Wasserfälle, kann man nicht nur die Kraft des Wassers hautnah erleben, sondern es lohnt sich auch, die vielen Flusskiesel genauer zu betrachten. Man erkennt hier sehr gut den Aufbau des Nagelfluhs  – unzählige unterschiedlich große und vom Wasser gerundete Gerölle, die im Laufe von Jahrmillionen zusammen gebacken wurden.

 

Wer sich hier die steilen Hänge der Weißachschlucht genauer ansieht, dem fällt vielleicht auf, dass der Wald verwildert aussieht. Junge und alte Bäume verschiedenster Arten stehen kreuz und quer. Hier mischen sich stattliche Weißtannen mit leuchtend grünen Buchen, Eschen und Ahornen.

 

Sie werden ergänzt durch eher seltene Arten, wie Mehlbeere oder Eibe. Wir sind in einem der letzten Urwälder Deutschlands, dem Naturwaldreservat Achrain. Naturwaldreservate werden sich selbst überlassen, es findet keine Forstwirtschaft statt. Deshalb können wir an dieser Stelle hautnah erleben, wie bunt durchmischt ein unberührter Naturwald aussehen kann.

 

Unmittelbar nach der Schneeschmelze blühen im Bereich des Hündlekopfs unzählige Krokusse. Die Alpwiesen verwandeln sich für wenige Tage in ein regelrechtes Blütenmeer. Die Blüten des Frühlingskrokus sind normalerweise in der Mehrzahl weiß. Am Hündle findet man jedoch extrem viele Exemplare der lila gefärbten Form - ein seltenes Schauspiel.

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