Durch den Fürstensteig zu den Drei Schwestern

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Gaflei (47°8'32'' N, 9°32'41'' E)
Dauer: 6,5 Stunden
Höhenunterschied: +/- 900 m
Schwierigkeitsgrad: T4 - schwer
Wegbeschaffenheit: Waldweg, Gratweg, Felsen
Kinderwagengeeignet: nein
Aufnahmen und Video: Dezember 2016

Beschreibung:

Ein Hoch jagt in diesem Dezember das nächste, aber wirklich schön ist es erst oberhalb des Nebels in den Bergen. So parken wir in Gaflei oberhalb von Vaduz auf 1.491 m. Von hier aus sind die Drei Schwestern mit 3 Stunden angegeben.

 

Wir wandern nur kurz aufwärts durch den Wald bis der beeindruckende Fürstensteig beginnt. Der alpine Wanderweg durchkreuzt die Nordwestwand des Alpspitz. Der in die Felswand geschlagene schmale Pfad (T3) wurde bereits 1898 eröffnet und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auch Steinschlag ist ein Thema, vor allem wenn Gämse über dir Steine lostreten. Während der Durchquerung bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die gegenüberliegende Bergwelt und das im Nebel liegende Rheintal bis zum Bodensee. Der Fürstensteig endet nach 1,6 km sowie 350 Höhenmetern und einigen Kehren am Gafleisattel (1.853 m).

 

Vom Gafleisattel sieht man sehr schön auf der linken Seite den weiteren Wegverlauf. Erst geht es ein kleines Stückchen abwärts, bevor es hinauf zum Gafleispitz auf 2.000 m geht. Weiter ansteigend geht es zum nächsten Gipfel und dem höchsten Punkt der Wanderung - dem Kuegrat auf 2.123 m. Unterwegs erschrecken wir und ein paar Gämse nicht schlecht, als diese neben uns in einem Busch aufspringen und wegrennen.

 

Die Aussicht vom Kuegrat ist ebenfalls beeindruckend. Wir gehen weiter auf der Ostseite weiter zum nächsten Gipfel. Diese Seite ist steil und liegt im Schatten, so dass der Abstieg bei Schnee vorsichtig zu bewältigen ist. Unten angelangt geht es kurz geradeaus, bevor es erneut steil hinauf zum Garsellakopf (2.105 m) geht. Über hohe (betonierte) Stufen erfolgte der sehr steile Felsaufstieg. Oben angekommen betteln einige Dohlen um Futter und Krümel und die Drei Schwestern sind mit 30 Min. angegeben.

 

Auf der schattigen Ostseite ist der Schnee ebenfalls liegengeblieben und der steile Abstieg ist daher behutsam anzugehen. Nach 30 Minuten erreichen wir schließlich unser Ziel und stehen auf der großen Schwester (2.052 m). Wir genießen wieder das tolle Panorama und wandern wieder zurück zum Parkplatz nach Gaflei (analog Hinweg), den wir nach insgesamt 6,5 Stunden wieder erreichen.

 

Drei Schwestern Sage:

Drei Schwestern gingen am Morgen des Liebfrauentags am 15. August nach Gafadura oberhalb von Planken, um Beeren zu sammeln. Auf dem Weg dahin hörten sie die Kirchenglocken, die den Feiertag verkündeten.

 

Eine der Schwestern meinte, ob es nicht besser wäre, auch in die Kirche zu gehen. Doch die beiden anderen Mädchen meinten, dass zuerst die Körbe voll bis zum Rand sein müssten, bevor sie wieder ins Dorf zurückgehen.

Als die Körbe am späten Nachmittag randvoll waren, machten sich die drei Mädchen auf den Heimweg. Da begegnete ihnen eine schöne Frau und bat um ein paar Beeren. Doch die drei Schwestern sagten ihr, dass sie sich selbst Beeren holen soll.

 

Da erstrahlte die schöne Frau in einem hellen Schein und sagte zu den Mädchen: «Meinen Festtag habt ihr geschändet und meine Bitte habt ihr nicht erhört. Euer Herz ist aus Stein, und als Stein sollt ihr ewig hier stehen.» Sie erstarrten zu großen Felsen, und seitdem nannte man diese Felsen die Drei Schwestern.

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