Rundtour Venedig

Eckdaten:

Startpunkt: Tronchetto
Dauer: 5 Stunden
Höhenunterschied: +/- 0 m
Schwierigkeitsgrad: T1 - leicht
Wegbeschaffenheit: Asphalt
Kinderwagengeeignet: ja
Aufnahmen und Video: Oktober 2016

Beschreibung:

Wir parken in Tronchetto und fahren nun mit dem Linienschiff über den Canal Grande bis zum Markusplatz (Piazza San Marco). In Tronchetto ist es morgens noch sehr neblig, aber je weiter wir mit dem Boot fahren, desto mehr kann sich die Sonne durchsetzen.

Am Hotspot Markusplatz angelangt vermeiden wir die Touristenströme in Richtung Rialto-Brücke und halten uns rechts an der Uferpromenade entlang in Richtung Parco dello Rimembranze. Dies ist ein kleiner Park am Ende der Landzunge des Zentrums von Venedig. Wir laufen zuerst die Riva degli Schiavoni entlang und dann weiter über die Riva Cà di Dio und Riva S. Blasio bis zur Riva dei Sette Martiri.

 

Es ist schon beeindruckend, wie sich das Leben in Vendig auf dem Wasser und den engen Häuserschluchten abspielt. Alles was wir in dichtem Städteverkehr mit Autos kennen, spielt sich hier mit Booten ab. Es gibt sogar Einbahnstraßen für Boote, wenn die Flußstraßen besonders eng sind.

 

Wir genießen die Aussicht und die Ruhe im Park und gehen anschließend wieder zurück an der Hafenpromenade entlang. Zwischen der Riva S. Blasio und Riva Cà di Dio verlassen wir die Uferpromenade und biegen rechts in das Häuserdurcheinander ab. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Arsenale di Venezia - Arsenal ist der Name der Schiffswerft, des Zeughauses und der Flottenbasis der ehemaligen Republik Venedig. Das Arsenal enthielt neben den Schiffsbecken, den Schreinereien, den Kalfateranlagen und einer langen Seilhalle, in der die Schiffstaue gedreht wurden, auch Erz- und Gießhütten sowie Pulverlager und das Waffendepot, was eine strenge Überwachung der Belegschaft durch die venezianische Sicherheitspolizei nötig machte. Das Arsenal arbeitete außerordentlich effizient. Bereits Im 14. Jahrhundert erfolgte die Produktion der Galeeren in streng rationalisierten Arbeitsabläufen. Jedes Handelsschiff war so konstruiert, dass es in kürzester Zeit zu einem Kriegsschiff umgebaut werden konnte.

 

Wir staunen nicht schlecht, als wir einige Tauben entdecken, die in einem kleinen Brunnen baden und sich etwas erfrischen. Bei der Hitze ist das aber auch kein Wunder. Wir gehen nun weiter in Richtung Nordosten durch die Häuserschluchten und bleiben immer wieder stehen, um den Gondoliere beim geschickten manövrieren durch die schmalen Kanäle zuzusehen. Einige singen sogar für ihre Kunden, während ein schwarzes Schaf auf seinem Smartphone herumdaddelt.

 

Nach vielen Kurven und überquerten Brücken erreichen wir nun die Sestiere Castello - die Uferpromenade nordöstlich. Parallel zur verlaufenden Wasserstraße gehen wir die Uferpromenade in westlicher Richtung entlang. Nach ca. 400 m biegen wir links in die Häuserschluchten ein und erreichen nach kurzer Zeit die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo. Wir halten uns anschließend in Richtung Rialtobrücke, die wir nach einigen links-rechts-links Kombinationen inkl. Brückenüberquerungen erreichen. Bereits kurz vor Erreichung merken wir die deutliche Zunahme der Menschenströme, die sich vor allem zwischen Markusplatz und Rialto-Brücke zu Fuß bewegen.

Wir gehen nun von der Rialto-Brücke zurück zum Markusplatz und genießen neben dem dichten Gedränge die zahlreichen Shops, die zum Einkaufen einladen. Wir bewundern den Orientierungsinn der Geschäftsinhaber und Mitarbeiter, die jeden Tag ihren Laden finden müssen, was angesichts der verwinkelten Gässchen gar nicht so einfach sein kann.

 

Am Markusplatz angelangt verweilen wir noch kurz, bevor wir wieder mit dem Linienschiff zurück nach Tronchetto fahren. Wirklich sehr empfehlenswert, auch wenn die Lagunenstadt sehr stark frequentiert ist.

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