Tscharser Waalweg und Schloss Juval

Eckdaten:

Startpunkt: Parkplatz Tschars
Dauer: 3 Stunden
Höhenunterschied: +/- 100 m
Schwierigkeitsgrad: T2 - leicht
Wegbeschaffenheit: Waldweg
Kinderwagengeeignet: nein
Hinweis Schloss Juval: Eintritt erforderlich / Öffnungszeiten berücksichtigen
Aufnahmen und Video: August 2015

Beschreibung:

Wir parken das Fahrzeug in Tschars und laufen am Hotel Himmelreich vorbei zum Ziel. Nach einem leichten Anstieg durch einen Wald hören wir ein leises Plätschern.

 

Auf dem Weg Nr.3 führt der Tscharser Waal durch Kastanienhaine und Mischwald über die versteppten Hänge des Untervinschgaus, bis zum Fuße des Schlosses Juval, wo eine Waalerhütte und eine funktionsfähige Waalschelle zu besichtigen ist.

 

Wir genießen die abwechselnden Ausblicke während des Trips. Auch zur geruhsamen Rast laden einige Punkte herzlich ein.

Der Waal quert im Schnalstal zum Teil geologisch schwieriges und steiles Gelände und gelangt unterhalb des Burgfelsens von Schloss Juval in das Vinschger Haupttal. Im Schnalstal wird der Waal unterirdisch, teils in Stollen geführt. Für das Schnalstal hatte der Waal auch deswegen große Bedeutung, weil der Waalweg vor dem Bau der Straße 1875 ein bedeutender Zugang ins Tal war.

Schloss Juval befindet sich auf einem Hügel am Eingang des Schnalstales, eines Seitentals des Vinschgaus, auf etwa 1.000 m über Meereshöhe oberhalb von Naturns im Gemeindegebiet von Kastelbell-Tschars.

 

Nach dem Tode Rowlands am 19. Februar 1948 wurde der Besitz am 18. Januar 1949 dessen Witwe Gertrud überschrieben. Sie bezog das Gesindehaus des Schlosses, denn das Schloss selber war zu diesem Zeitpunkt schon wieder so ruinös, dass es nicht mehr bewohnbar war. 1954 heiratete sie den Vetter ihres Mannes, Werner Eiselt, zog zu ihm nach Innsbruck und verkaufte den ganzen Besitz am 2. März 1954 dem Meraner Ingenieur Hans Klotzner. Dessen Absicht, die Burg soweit instandzusetzen, dass sie bewohnbar blieb, wurde jedoch nicht umgesetzt. Sie verfiel weiter und wurde 1983 vom Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner entdeckt, der sich mit Klotzner in Verbindung setzte und das Schloss am 18. Juli 1983 für umgerechnet 60.000 DM erwarb. Das Schloss wurde restauriert und dient seitdem nicht nur als Wohnsitz des Bergsteigers, sondern beherbergt auch dessen Tibetika-Sammlung und weitere Sammelstücke. Schloss und Sammlung, die jetzt das Messner Mountain Museum Juval bilden, können besichtigt werden.

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